Residential-Proxies sind Proxy-Endpunkte, deren IP-Adressen aus typischen Internetzugängen von Privatpersonen stammen, also aus dem Adressraum von Consumer-ISPs. Solche IPs wirken für viele Plattformen „vertrauenswürdiger“ als Rechenzentrums-IPs, weshalb sie häufig für Web-Scraping, Preisabfragen oder Geo-Testing genutzt werden. Gleichzeitig sind Residential-Proxies für Angreifer attraktiv, weil sie Erkennung und Blockierung erschweren und die Attribution von Angriffen behindern. In Missbrauchsszenarien werden Residential-Proxies oft über SDKs in Apps, über unerwünschte „Bandwidth Sharing“-Komponenten oder über kompromittierte Geräte bereitgestellt. Besonders kritisch wird es, wenn Proxy-Endpunkte Requests nicht nur ins Internet, sondern auch in lokale Netzbereiche weiterleiten können, wodurch Scans und Angriffe auf interne Systeme begünstigt werden.
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